Sachbücher zum Thema Selbermachen

Der russische Schriftsteller Sergei Tretjakow bezeichnete ein Sachbuch als »Biographie des Dings«. Wikipedia beschreibt ein Sachbuch so: Es ist die deutschsprachige Bezeichnung für ein Buch, das ein bestimmtes Sachthema für ein Laienpublikum darstellt. Sachbücher heißen auf Englisch »non-fiction« und bilden so das Gegenstück zur Belletristik, also der »fiction« (lateinisch »fictum« = erfunden).

Ein Sachbuch ist also ein Buch für Leute, die sich über bestimmte Themen informieren oder-  wie man das auch nett ausdrücken kann- sich über etwas schlau machen wollen. Früher nannte man solche Art Bücher eher populärwissenschaftliche Litaratur oder auch Ratgeber. Doch dieser Begriff ist überholt- und manchmal falsch. Nicht jedes Sachbuch gibt Ratschläge, doch jeder Ratgeber ist in der Regel ein Sachbuch.

Sachbücher unterscheiden sich grundlegend von Lehrbüchern und Fachbüchern, dafür dürfen sie Nachschlagewerke, Enzyklopädien, Schulbücher, Musikbücher, Reiseliteratur und Almanache zu den ihren zählen.

 

 

In meinen Sachbüchern geht's ums Thema Selbermachen. Und zwar deshalb: 

Die meisten Menschen im westlichen Europa wissen heutzutage mehr über den aktuellen Dax und die Aktienkurse, die besten Handyverträge, das coolste Fitnessstudio, die neuen Popstars und die aufregendsten Reality- Shows, als über die Dinge, die sie alltäglich essen, benötigen und gebrauchen. Man munkelt, einige Stadtkinder glauben, Kühe wären tatsächlich lila, jedes zehnte Kind hat noch nie eine weite Sommerwiese betreten, weil es lieber vor der PC sitzt. Die seit Jahrzehnten am höchsten ausgebildete Generation, welche jetzt Familien gründet, kann ein Spiegelei nicht mehr von einem Rührei unterscheiden, geschweige denn weiß sie, wie man selbige zubereitet. Noch viel weniger weiß sie, wie man Eier generell haltbar macht, Papier hergestellt wird, man Wurst, Käse, Cremes oder Seife selbst herstellt. Bestenfalls kennt sie ein Rezept für kalt gerührte Marmelade, weil einer der modernen TV-Kochgurus das vor kurzem bei einer Sendung vorgestellt hatte- als das ultimative Frühstücksfeeling.

Vielleicht noch eine handvoll milde belächelter Landfrauen jenseits der sechzig wissen um das Geheimnis einer zarten Haut durch selbstgerührte Cremes, oder kennt noch einige alte Seifenrezepte gegen Schweiß und Küchengerüche oder gar etwas über die Haltbarmachung von Eiern in Wasserglas. Sie haben diese alten Rezepte irgendwo in einem genau so alten Kochbuch aufgeschrieben und da schlummern sie, bis... ja bis wann eigentlich? Bis schlechtere Zeiten kommen? Bis jemand genug hat von all den künstlichen und undefinierbaren Waren, die man kaufen kann, den unverständlichen Inhalts- Deklarierungen auf Verpackungen aller Art, den kryptischen Angaben zu allen möglichen Farb- und  Konservierungsstoffen, von all der Chemie, die überall eingearbeitet wird? Oder bis die Leute aufmucken, die einfach die Nase voll haben, von der Dekadenz des Wohlstandes und dem Überangebot in den Supermärkten und Drogeriemarktketten?

Meine BÄnde zum Thema sind für Menschen gemacht, die  aufgewacht sind und mehr Spaß daran haben, sich altes, neues und aktuelles Wissen anzueignen, dieses umzusetzen und vielleicht sogar weiterzugeben, als pausenlos an Kassen anzustehen, um sich mit dubiosen Nahrungs- und Pflegemitteln, völlig überteuerter Ware oder im Gegenteil mit billigen Discountangeboten einzudecken.

Übrigens: Es schließt sich nicht aus, Nussnougatcreme, Ketchup, Cremes und Seifen eigens zu rühren oder Wurst und Käse selbst zu machen und trotzdem ein moderner Mensch zu sein. Probieren Sie es aus! Es erweckt sich bei mir manchmal gar hie und da der Eindruck, dass die neue Moderne das Alte in einem anderen Gewand ist. Manches Wissen ist für die Menschen seit vielen Jahrhunderten nötig und bleibt trotz allen Fortschritts irgendwie bestehen, aber eben nur, wenn es nicht für immer verloren geht und stattdessen weitergegeben wird. Doch es soll es erhalten bleiben - daher diese Bücher - und  neu entdeckt werden!

Achtung, Selber machen hat, wenn Sie erst einmal damit angefangen haben, einen sehr hohen Suchtfaktor ...

Ein Blick in die Bücher und natürlich auch in diverse Zeitschriftenreportagen lohnt sich!